ECHT EINFACH.

Und immer erntefrisch.

Chilis sind relativ pflegeleichte Pflanzen. Du brauchst also keinen übermäßig grünen Daumen, um in deinem Garten oder auf deinem Balkon ein erfolgreicher Chili-Bauer zu werden. Trotzdem habe ich hier ein paar Tipps und Hinweise für dich, die dir bei deinem Chili-Anbau helfen können.

Links

Capsup DIY
Chilianbau und Pflanzenpflege
Haltbarmachen mit Hausmitteln

Fermentation oder Milchsäuregärung

Die Vergärung mit Milchsäure ist eine uralte Methode um Lebensmittel über einen langen Zeitraum haltbar zu machen. Durch den Lactobacillus wird der vorhandene Zucker in Milchsäure umgewandelt und so der ph-Wert derart gesenkt, dass sich andere Keime nicht ausbreiten können.
Das klingt jetzt relativ chemisch, ist jedoch ein sehr simpler Vorgang.

Als Gefäße fürs Vergären eignen sich Tontöpfe, Holzfässer, Bügelverschlussgläser, Ansetzgläser oder Plastikkübel. Um zum Beispiel Weißkraut zu Sauerkraut zu machen, muss zu aller erst der Krautschädel in feine Streifen geschnitten werden. Dafür eignet sich ein Krauthobel oder ganz einfach eine Brotschneidmaschine. Einfach dafür das Krauthappel halbieren und loslegen.
Das Kraut ist relativ trocken, daher wird es gesalzen (2-3%) und gewürzt. Keinesfalls Jodsalz verwenden! Anschließend in das Gärgefäß schichten und feststampfen.
Durch das Stampfen pressen wir den Saft aus dem Kraut. Wenn dann das ganze Kraut mit Saft bedeckt ist, wird es beschwert, damit es auch beim Gären bedeckt bleibt. Beschwert sollte mit Holz, Porzellan oder kalkfreien Steinen werden, keinesfalls Metall verwenden. Anschließend wird der Topf verschlossen. Je dichter desto besser, es sollte aber berücksichtigt werden, dass durch die Vergärung Gase entstehen die entweichen müssen.

2-3 Tage im Warmen (20°C) stehen lassen und dann für 4 bis 6 Wochen bei 14°C lagern, fertig. Um den Gärvorgang zu stoppen das Kraut einfach in den Kühlschrank stellen oder pasteurisieren (75°C für 2 bis 3 Minuten).
Um die Gärung schneller in Gang zu bringen kann ein Starter hinzugegeben werden. Entweder lebendiger Joghurt, Molke oder Sauerkrautsaft von frischem Sauerkraut.

Es eignen sich fast alle Gemüsesorten zum Vergären und selbst gemachtes Sauerkraut schmeckt einfach nur Klasse. Sollte einmal ein Gemüse zu wenig eigenen Saft beim Stampfen produzieren, einfach kalkarmes Mineralwasser (natürlich ohne Kohlensäure) mit 2-3% Salz und 1% Zucker vermischen und das Gemüse aufgießen, bis alles mit Wasser bedeckt ist.

Ich weise nochmals ausdrücklich darauf hin, dass für ein unbedingtes Gelingen der hier vorgestellten Möglichkeiten des Selbermachens keine Garantie übernommen wird. Trotz sorgfältiger Erarbeitung der Tipps und Rezepte erfolgen alle Angaben ohne Gewähr und für evtl. Nachteile und Schäden wird keine Haftung übernommen!