ECHT EINFACH.

Und immer erntefrisch.

Chilis sind relativ pflegeleichte Pflanzen. Du brauchst also keinen übermäßig grünen Daumen, um in deinem Garten oder auf deinem Balkon ein erfolgreicher Chili-Bauer zu werden. Trotzdem habe ich hier ein paar Tipps und Hinweise für dich, die dir bei deinem Chili-Anbau helfen können.

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Capsup DIY
Chilianbau und Pflanzenpflege
Haltbarmachen mit Hausmitteln

Trocknen und Einfrieren

Einfrieren

Zum Einfrieren selbst gibts nicht wirklich viel zu sagen, außer dass das Gemüse bereits vor dem einfrieren geputzt, eventuell entkernt und geschnitten werden sollte. Dann in einen Gefrierbeutel oder in eine Box geben, beschriften und ab damit in den Gefrierschrank.
Bakterien stellen ab -5°C ihr Wachstum ein. Schimmel ab -18°C. Es sollte daher immer unter -18°C langzeit-tiefgekühlt werden um ein Verderben zu vermeiden.

Den größten Nachteil des Einfrierens stellt die Konsistens nach dem Auftauen dar. Gemüse und Obst wird matschig wenn es wieder aufgetaut wird da die Zellstruktur durchs langsame Einfrieren zerstört wird.

Trocknen im Dörrautomat oder im Backrohr

Obst und Gemüse in die gewünschte Form schneiden und auf einen Grillrost oder auf ein Backblech mit Backpapier legen. Backofen bei 30 bis 60°C mit Umluft aufdrehen, je nachdem was getrocknet wird muss man es ca. vier Stunden drinnen lassen, die Ofentür dabei einen Spalt offen stehen lassen.

Dörrautomat laut Beschreibung befüllen und aufdrehen. In den Handbüchern die bei den Maschinen dabei sind, sollte alles notwendige drinnenstehen (es ist wesentlich energiesparender als mit dem Backrohr)

Um Pulver oder Flocken herzustellen die getrockneten Früchte entweder mit dem Mörser, mit der Kaffeemühle oder mit einem Küchengerät wie Mixer, Pürierstab oder einer „Moulinex“ zerheckseln.

Lufttrocknen

Lufttrocknen ist etwas heikler als mit Maschinen, da die Produkte durch falsche Dörrung schnell zu schimmeln beginnen können.
Am besten ist es, wenn die zu trocknenden Lebensmittel auf einer Schnur aufgehängt werden, mit Fliegengitter abgehängt und dann in einen Raum mit niedriger Luftfeuchtigkeit, frischer und trockener Luft gegeben werden. Scheunen, Gartenhäuschen oder der Dachboden eignen sich hervorragend.

Trocknen mit der Sonne

Im Vorfeld sind einige Arbeiten notwendig. Man braucht eine große, schwarze Fläche die der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt wird. Auf dieser Fläche wird die Luft erwärmt und sollte dann in einen Trockenkasten strömen. In diesem Trockenkasten sind dann Roste einglegt, auf denen das Obst oder Gemüse zum Trocknen ausgelegt wird. Diese Trockenroste können auch über mehrere Etagen gestapelt sein. Tolle und ausführliche Bauanleitungen findet man auf Youtube unter dem Suchbegriff „Dörrautomat selber bauen“.
Es funktioniert zwar auch mit direkter Sonneneinstrahlung zu trocknen, aber die aggressive UV Strahlung tötet die meisten Vitamine ab.

Richtige Lagerung von Trockenfrüchten

Dörrobst und getrocknetes Gemüse oder Kräuter brauchen zwar weniger Platz als frisches, aber einen sehr trockenen (weniger als 60% Luftfeuchte) Lagerraum. In der Küche ist es meistens zu feucht.
Um den Abbau der Inhaltsstoffe zu verlangsamen, lagert man das Gedörrte dunkel und kühl. Kräuter sind nicht so empfindlich bei der „Küchenfeuchtigkeit“, daher reicht es in der Küche diese einfach nur dunkel zu lagern.

Zum Verpacken an sich:
Dörrgut vor dem Verpacken abkühlen lassen. Ungeeignet sind Blech- oder Aluminiumdosen, da die Fruchtsäuren das Metall angreifen und lösen. Folienbeutel, Papiertüten, Baumwoll- und Leinensäckchen sind ebenfalls ungeeignet. Zum einen ziehen die dort aufbewahrten Früchte Feuchtigkeit an, zum anderen besteht bei allen die Gefahr, dass sich Dörrobstmotten einnistet. Als Behälter eignen sich Schraubgläser, Plastikdosen oder Keramikgefäße mit Deckel.
Dicht schließende Gläser sind vor allem wegen der Dörrobstmotte zu empfehlen.

Wenn die Trockenfrüchte zu schimmeln beginnen, wurden sie zu kurz getrocknet oder im Lagerraum ist die Luft zu feucht.
Vertrauen ist zwar gut, aber regelmäßige Kontrolle ist besser. Fühlt sich das Gedörrte weich und feucht an, oder ist es sogar mit Wassertröpfchen benetzt, muss es unbedingt nachgedörrt und anschließend an einem trockeneren Ort aufbewahrt werden.

Ich weise nochmals ausdrücklich darauf hin, dass für ein unbedingtes Gelingen der hier vorgestellten Möglichkeiten des Selbermachens keine Garantie übernommen wird. Trotz sorgfältiger Erarbeitung der Tipps und Rezepte erfolgen alle Angaben ohne Gewähr und für evtl. Nachteile und Schäden wird keine Haftung übernommen!